USALI: anerkannte Hotel-Rechnungsstandards
Das von AHLA publizierte Uniform System of Accounts for the Lodging Industry standardisiert die Hotel-GuV global seit 1926. Die 11. Auflage (2014) ist die weltweite Referenz. Struktur: Umsatz je Bereich (Rooms, F&B, Other), Kosten je Bereich, nicht verteilte Kosten (A&G, Marketing, Instandhaltung, Energie), GOP, Fixkosten, EBITDA.
GOP und Marge: Benchmark-Vergleich
GOP (Gross Operating Profit) ist die Schlüsselzahl der Betreiberleistung. Typische GOP-Margen: Budget 30-40 %, Midscale 28-35 %, Upscale 25-32 %, Luxus 20-28 %. Ein GOP unter der Spanne signalisiert operative Ineffizienz (Überbesetzung, unkontrollierte Energie, hoher Wareneinsatz).
FF&E-Rückstellung: 4 % für Bankbewertungen zwingend
Furniture, Fixtures & Equipment: Rückstellung für Möbel, Bettwäsche, TV, IT, Kleinausstattung. 4 % des Gesamtumsatzes ist Standard bei Banken und USALI. Ein Hotel, das EBITDA = GOP ausweist (ohne FF&E-Abzug), schönt sein Ergebnis um etwa 15-25 %.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Prognose konservativ oder optimistisch?
Das Tool nutzt die Durchschnitts-USALI-Kennzahlen der gewählten Kategorie. Für eine vorsichtige Bank-Prognose Personal +2-3 Pp. erhöhen und ADR −5 %. Für einen aggressiven Investor-Businessplan umgekehrt.
Wie Ramp-up eines neuen Hotels modellieren?
Jahr 1: 50-55 % Belegung. Jahr 2: 60-65 %. Jahr 3-5: 65-75 % (stabilisiert). ADR +2-3 %/Jahr durch Inflation + Repositionierung. Das Tool steuert dies über „ADR-Wachstum“ und „Belegungsfortschritt“.
F&B: profitabler Umsatz oder Kostenblock?
Stark kategorieabhängig. Budget: F&B oft defizitär (Frühstück inklusive), beiträgt zur Differenzierung. Midscale: ausgeglichen. Upscale/Luxus: F&B kann 15-25 % des Gesamt-GOP ausmachen, wenn das Restaurant attraktiv ist.